Thomas Siebert

Musiker • Dipl. Musikpädagoge

Wege zur "Dirigierten Improvisation"

Musikalische Arbeit mit Instrumentalisten, Sängern und Percussionisten

Dirigiertes Improvisieren

Kommunikation – Interaktion – Inspiration.

Ziel und Chance dieser Aufführungspraxis von Musik ist es, Musik in „real time“ zu verwirklichen. Das bedeutet, dass sie in diesem Moment erklingt, einmalig ist und so nicht wiederholbar.

Je größer der Kreis der Beteiligten, desto mehr Klangfarben und Interaktion gibt es. Der Dirigent als „Primus inter pares“ lässt sich inspirieren von den „Angeboten“, die das Orchester, besser gesagt die verschiedenen Instrumentengruppen oder das Individuum ihm entgegenbringen und gestaltet auf Grund seiner Erfahrung „Sounds“ als „Klangrede“.

Damit das funktioniert, ist es notwendig, dass jeder Akteur die Zeichen des Dirigenten kennt, die mit Händen und Körper, also nonverbal vermittelt werden und dass jeder Beteiligte sich spontan so ehrlich, authentisch und aufrichtig musikalisch äußert, wie es ihm möglich ist.
Der Musiker sollte sich seiner Fähigkeiten und den Möglichkeiten seines Instrumentes bewusst sein und abschätzen, was er als Individuum und als Teil seiner Instrumentengruppe dem Allgemeinklang der Gruppe komponierend geben kann. Dieses Verhalten als Grundlage ehrlicher Kommunikation bringt eine Musik hervor, die vor allem improvisiert ist und die sich als Bestätigung und Kontradiktion, Verstärkung und Abschwächung, Aufrechterhaltung und Absetzung versteht.
Ihre Parameter sind wie in jeder Musik Tonhöhe, Tonlänge, Lautstärke, Melodie, Rhythmik, Artikulation, -Solo -Tutti, Harmonie nur in Bezug auf Dissonanz und Konsonanz – keine traditionelle Harmonie als Grundlage.

Der Workshop beinhaltet folgende Teile und Themen:

  • Klänge gestalten und interpretieren lernen. Gleichheit und Unterschiede hörend erkennen
  • Am Klavier, an Percussionsinstrumenten, an der Stimme, am eigenen Instrument die musikalischen Parameter einsetzen und mit ihnen spielen lernen
  • Die Gestik und Dirigierzeichen erlernen und selber als Dirigent einsetzen lernen
  • Eine Melodie singen oder spielen können, die von verfremdeten Rhythmen und „Harmonien“ begleitet wird
  • Verständnis erlangen, wie Instrumente in ihrer Komfortzone klingen, was sie für Möglichkeiten haben

Die Tatsache, dass sich jeder Musiker unabhängig von Alter, Können oder Herkunft musikalisch äußern kann, bringt nicht nur interessante, selbst gestaltete Musik hervor, sondern kann auch ein Synonym für eine gelungene Gesellschaftsstruktur sein. Mit einigen Regeln, die aber auch wieder sehr viel Gestaltungsfreiraum lassen, entsteht eine Musik, in der es kein richtig oder falsch, kein gut und schlecht gibt, sondern vor allem Authentizität und Einmaligkeit.

Instrumentalunterricht

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